Verein und Grüne fordern Schutz vor Extremhitze in Braunschweig

Nach der Rekord-Hitze am vergangenen Wochenende fordert der Verein „Bäume für Braunschweig“ eine Hitzeschutzsatzung nach Berliner Vorbild. Demnach soll ein für die Kommune verbindliches Gesetz auf Grundlage eines Bürgerentscheid beschlossen werden. Braunschweig habe Nachholbedarf, begründete der Vereinsvorsitzende von „Bäume für Braunschweig“ Dr. Helmut Blöhbaum. Laut dem Hitzecheck der Deutschen Umwelthilfe liege der Beschirmungsgrad durch Bäume bei rund 25 Prozent, wissenschaftlich empfohlen seien 30 Prozent. Auch die Grünen in Braunschweiger Stadtrat sehen nach der Extrem-Hitze Handlungsbedarf. Andere Städte zeigten, dass kurzfristiger Hitzeschutz möglich sei, so Gordon Schnepel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Er verwies auf den Einsatz von Sprühnebel, einem Hitzetelefon und mobilen Trinkwasserstationen. Dazu sollen nach Ansicht der Grünen Mittel in Höhe von 200.000 Euro aus dem städtischen Haushalt freigegeben werden. Braunschweig habe bislang keinen öffentlich vorliegenden Hitzeaktionsplan, kritisierte die Grünen-Fraktion weiter. Nach bisherigem Stand soll er erst im September vorgestellt werden. – Symbolbild (c) pexels