Braunschweiger Grüne werfen Ratsmehrheit Blockadehaltung vor
Die Grünen im Braunschweiger Rat sind mit ihrem Vorstoß gescheitert, kurzfristig 200.000 Euro für Sofortmaßnahmen zum Schutz vor Hitze freizugeben. SPD und CDU hatten einen entsprechenden Antrag in der Sitzung am Dienstag abgelehnt. Als konkrete Schritte wurden darin unter anderem mobile Wassersprühsysteme, Trinkwasserbrunnen und Sonnensegel genannt. Die Grünen reagierten empört auf die Entscheidung: Besonders für Risikogruppen sei extreme Hitze lebensbedrohlich, erklärte die Fraktionsvorsitzende Leonore Köhler mit Blick auf das vergangene Wochenende. Die Stadt habe auf Anfrage eingeräumt, bislang keine Sofortmaßnahmen ergriffen zu haben und auch keine diesbezüglichen Pläne zu verfolgen. Vor diesem Hintergrund sei die Blockade des Antrags ein fatales und empathieloses Signal, so Köhler. Ihr Stellvertreter Gordon Schnepel nannte es unverständlich, dass Hitze anders als Hochwasser nicht als akute Gefahr wahrgenommen werde. Die Ratsentscheidung zeige zudem falsche Prioritäten auf – etwa die Rettung einer Brauerei statt den Gesundheitsschutz der Bürger. — Foto (c) Grüne Braunschweig