Politik und Gesellschaft fordern Zusammenhalt statt Ausgrenzung
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat auch in Niedersachsen und unserer Region besorgte Reaktionen ausgelöst. Ministerpräsident Olaf Lies nannte das Wahlergebnis „dramatisch“: Mit der AfD habe dort eine rechtsextreme Partei so stark abgeschnitten wie lange nicht mehr, sagte der SPD-Politiker. Dem müssten sich Gesellschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft entgegenstellen, so Lies. Die Politik in Bund und Ländern müsse nicht nur spürbare Erfolge liefern, sondern auch einen neuen, vorbildlichen politischen Stil etablieren. Die Braunschweiger Landesbischöfin Christina-Maria Bammel (Bild) erklärte, das Wahlergebnis habe viele Menschen verunsichert. Die Kirche werde weiterhin klar gegen Ausgrenzung und Hetze eintreten und die Menschenwürde verteidigen. IG Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger sorach mit Blick auf das Wahlergebnis von einer politischen Zäsur. Diese sei als demokratischer Wille aber zu respektieren. Die Gewerkschaft werde die Interessen der Beschäftigten auch in Zukunft gegen jede Landesregierung vertreten, die grundgesetzliche Rechte infrage stelle, so Gröger. Bei der Landtagswahl im Nachbarland Sachsen-Anhalt hatte die AfD rund 44% der Stimmen erhalten und die absolute Mehrheit nur knapp verpasst. — Foto (c) Landeskirche Braunschweig