Braunschweiger Grüne begrüßen vorläufigen Verzicht auf Brücken-Neubau
Der umstrittene Neubau des so genannten „Überfliegers“ am Ölper Kreuz in Braunschweig ist zumindest vorerst vom Tisch. Wie die Grünen im Regionalverband mitteilten, hat die Autobahn GmbH entsprechende Pläne auf Eis gelegt. Das bundeseigene Unternehmen hat demnach bestätigt, dass die baufällige Zubringer-Brücke von der A392 zur A391 im nächsten Jahr abgerissen wird. Statt des geplanten zweispurigen Neubaus soll die Verbindung von der Innenstadt nach Süden nun durch ein „viertes Ohr“ gesichert werden. Mit dem Rück- statt Ausbau würden Millionen Euro eingespart, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Regionalverband, Leonhard Pröttel, Er begrüßte den Schritt als „Wendepunkt“. Gemeinsam mit seinem Parteikollegen und Landtagsabgeordneten Andreas Hoffmann forderte er die Stadtverwaltung auf, mit dem Bund über den Kauf der freiwerdenden Flächen zu verhandeln. Zudem regten beide Politiker an, die Herabstufung der A392 zur Bundesstraße zu prüfen. Die reduzierte Straßenbreite könnte dann für eine Stadtbahn nach Watenbüttel und perspektivisch weiter in Richtung Wendeburg genutzt werden, so Hoffmann und Pröttel. Wie die Grünen hatten auch Braunschweiger Bürgerinitiativen sowie die Verkehrsverbände VCD und MoVeBS seit Jahren gegen das Vorhaben protestiert, den „Überflieger“ nach dem Abriss durch einen zweispurigen Neubau zu ersetzen. — Grafik (c) Thoroe-OpenStreetMap