Veolia steigt bei BS Energy aus
Der Veolia-Konzern beabsichtigt seine Mehrheitsbeteiligung beim Braunschweiger Energieversorger BS Energy nach mehr als 20 Jahren zu verkaufen. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. Als bevorzugten Weg strebe der Konzern eine Veräußerung an die Stadt und den Partner Thüga AG an. Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum bedauerte diesen Schritt und kündigte zeitnahe Gespräche an, um eine mögliche Übernahme der Anteile durch die Stadt zu prüfen. Unterdessen dringt die Ratsgruppe Bündnis 90/Die Grünen – Volt – Die Partei darauf, das städtische Vorkaufsrecht zu nutzen. Das sei die Chance für Braunschweig, verlässlich über Tarife, Netze und Klimaziele mitzuentscheiden, sagte der Gruppenvorsitzende Gordon Schnepel. Eine gerechte Wärmewende gelinge nur, wenn die Stadt selbst am Steuer sitze. Die Ratsgruppe fordert deshalb ein umfassendes Finanzierungskonzept sowie Unterstützung durch das Land Niedersachsen. SPD Fraktionschef Christoph Bratmann (Bild) mahnte zur Vorsicht. Eine solche Entscheidung dürfe nicht vorschnell fallen, sondern müsse gut durchdacht sein – insbesondere mit Blick auf langfristige Chancen und Risiken. Grundsätzlich eröffne sich durch eine mögliche Stärkung des städtischen Anteils die Perspektive, dieses ohnehin regional schon stark verankerte Unternehmen noch enger an unsere Stadt zu binden, erklärte Bratmann.