Erstmals Gedenken an Schicksal der Sinti im Nationalsozialismus
In Braunschweig wurden am Mittwoch vier neue Stolpersteine verlegt. Erstmals erinnern sie auch an das Schicksal von Sinti im Nationalsozialismus. Wie der Förderverein „Stolpersteine für Braunschweig“ mitteilte, wurden die mit Namen, Geburts- und Sterbeort versehenen Messingquader in der Taubenstraße, der Göttingstraße, Am Alten Petritore und Am Ölpersee in die Gehsteige eingelassen. Dort befinden sich den Angaben zufolge die ehemaligen Wohnorte und Arbeitsstätten der Sintiza Wilhelmine Schmidt sowie Rudolph Löhr und Rudolph Vehrke. Beide Männer waren SPD-Mitglied bzw. standen der Partei nahe. Recherchiert wurden die Lebensgeschichten der drei Personen von der „Sozialistischen Jugend – Die Falken“ und Schülerinnen und Schülern der Nibelungen-Realschule. Damit gibt es nun mehr als 430 Stolpersteine im Braunschweiger Stadtgebiet und eine Stolperschwelle. – Foto (c) Jürgen Schrader