Braunschweiger Fachärztin beklagt mangelnde medizinische Vernetzung

Die Braunschweiger Fachärztin Dr. Andrea Schmedding hat auf bundesweite Defizite bei der Behandlung seltener Erkrankungen aufmerksam gemacht. Zu dieser Gruppe gehören Krankheiten, unter denen höchstens einer von 2000 Menschen leidet. In ganz Deutschland seien davon schätzungsweise vier Millionen Patienten betroffen, sagte die Leiterin der Abteilung für Kinderchirurgie und Kinderurolgie am Klinikum Braunschweig anlässlich des weltweiten Aktionstages der seltenen Erkrankungen. Diese heterogene Gruppe in ein Gesundheitssystem zu bringen, sei außerordentlich schwierig. Zwar gebe es inzwischen medizinische Zentren, an denen sich Spezialisten um bestimmte seltene Erkrankungen kümmerten, so Schmedding. Was aber unbedingt verbessert werden müsse, sei die Vernetzung untereinander. Schmeddings Spezialgebiet sind angeborene Fehlbildungen, die ebenfalls zu den seltenen Erkrankungen zählen. Sie werden im Rahmen eines weiteren Aktionstages am 3. März in den Focus der Öffentlichkeit gerückt. Mehr dazu hören Sie am Montag ab 7 Uhr in Region aktuell. — Themenfoto (c) pixabay