Grüne und FDP kritisieren Bundesgesellschaft für Endlagerung

Die Bergung des Atommülls aus dem maroden Bergwerk Asse II bei Wolfenbüttel wird sich um mindestens sechs Jahre verzögern. Nach Angaben der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ist der ursprüngliche Starttermin 2033 wegen schwieriger geologischer Bedingungen beim Bau des neuen Schachtes 5 nicht haltbar. Die Einsatzbereitschaft der nötigen Förderanlage werde nun erst für das Jahr 2039 erwartet. Angesichts dieser Nachricht hagelt es Kritik aus der Politik. Die atompolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Britta Kellermann, sagte, die Arbeiten müssten entschlossener vorangetrieben werden und es brauche klare zeitliche Perspektiven. Noch deutlicher wurde der FDP-Kreistagsabgeordnete Björn Försterling. Er hege Zweifel, ob das Ziel der Rückholung überhaupt noch ernsthaft verfolgt werde oder ob der Betreiber lediglich auf Zeit spiele. Es entstehe der Eindruck, dass am Ende eine Notflutung als alternativlos dargestellt werden solle, so Försterling weiter. Trotz der Verzögerungen beim Schachtbau will die Gesellschaft bereits 2027 den ersten offiziellen Genehmigungsantrag für die Rückholung stellen.