Belastung im Kreis Peine bleibt auf hohem Niveau

Die Nitratbelastung im Grundwasser des Landkreises Peine ist in den vergangenen zehn Jahren nur minimal gesunken. Einem Bericht der gemeinnützigen Organisation VSR-Gewässerschutz zufolge überschritten zwischen 2021 und 2025 immer noch 32 Prozent der untersuchten Brunnenwasserproben den geltenden Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter. Zwar zeigten Maßnahmen in der Landwirtschaft erste Wirkungen, doch die Belastung sinke nicht wie erhofft, erläuterte der Projektbegleiter Harald Gülzow. In den letzten Jahren habe der Anteil der Proben mit einer extremen Belastung von über 100 Milligramm pro Liter fast unverändert bei knapp vier Prozent gelegen. Besonders problematisch sei die Situation außerhalb der streng kontrollierten Wasserschutzgebiete. Dort fehle es oft an den notwendigen Kooperationen zwischen Wasserversorgern und Landwirten für ein gewässerschonendes Düngen. Das belastete Grundwasser stelle nicht nur ein Risiko für Mensch und Tier dar, sondern schade durch den Abfluss in Flüsse und Meere auch massiv der Artenvielfalt.