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2019-04-12T16:50:59+02:0012.04.2019|

Zukunft der Braunschweigischen Landessparkasse

Breite Rückendeckung für Oberbürgermeister und Landräte

Der gemeinsame Appell der Oberbürgermeister und Landräte im Einzugsgebiet der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK) ist parteiübergreifend auf breite Zustimmung bei Spitzenpolitikern in der Region gestoßen. Die Vertreter der Städte und Landkreise im BLSK-Verwaltungsrat hatten gestern einen massiven Vertrauensbruch beklagt. In ihrer Erklärung äußerten sich erstaunt darüber, dass sie erst aus den Medien vom Verbleib der BLSK bei der Norddeutschen Landesbank erfahren hätten. Der Braunschweiger SPD-Chef und Landtagsabgeordnete Christos Pantazis (Foto) stellte sich heute demonstrativ hinter die Verwaltungschefs. Er forderte ein glaubhaftes Signal, dass die Ausgliederung der BLSK aus der Norddeutschen Landesbank weiter politisch gewollt sei und nicht auf die lange Bank geschoben werde. Sein Gifhorner Landtags-Fraktionskollege Tobias Heilmann ergänzte, die angekündigte Eigenständigkeit habe auch bei der BLSK-Belegschaft Erwartungen geweckt, die nun erfüllt werden müssten. In jedem Fall dürfe sie nicht zum Spielball im Businessplan der Nord-LB werden, so Heilmann mit Blick auf Spekulationen über einen möglichen Personalabbau bei der Landessparkasse. Auch der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller begrüßte den Appell der Verwaltungsspitzen. Inbesondere die Einigkeit über Parteigrenzen hinweg sei ein starkes Signal. Seinem Parteifreund und Finanzminister Reinhold Hilbers sowie SPD-Ministerpräsident Stephan Weil warf Müller dagegen in Sachen BLSK einen „inakzeptablen und beinahe ignoranten Umgang“ vor.