Wer in einer Internet-Suchmaschine das Wort „Knigge“ eingibt, der stößt als erstes auf das Portal knigge.de – Untertitel „Manieren per Mausclick“. Adolph Knigge kann sich gegen diese Vereinnahmung seines guten Namens nicht mehr wehren. Zu seinen Lebzeiten ging es dem Freiherrn nämlich gar nicht darum, seinen Mitmenschen gutes Benehmen beizubringen. Er wollte vielmehr zeigen, wie man sich auch in ungewohnten gesellschaftlichen Kreisen bewegen kann, ohne seine Persönlichkeit zu verbergen oder sich gar einzuschmeicheln. Ob er je in Braunschweig war, ist nicht sicher. Er hat aber einen Roman geschrieben, in dem Braunschweig eine gewichtige Rolle spielt – und der wurde um Ostern 1792 veröffentlicht. Mehr zu diesem Thema von Verena Radkau.

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